Thema: Bestimmung von Farbfilterwerten fuer VC Papiere
Bestimmung von Gradation und Dichteumfaengen mit Hilfe eines Graukeils. Ich moechte mich an dieser Stelle fuer die informative Unterstuetzung durch Martin Jangowski bedanken.

Bestimmung der Dichteumfaenge...
... unter zu Hilfenahme eines Graukeiles. Das fuer die Beispielwerte verwendete Exemplar hat 20 Stufen zu je 0,15 logD. Ich teste hierbei das Classic Arts Polywarmtone RC Papier auf meinem Jobo C6600 Vergroesserer mit Farbmischkopf.

Der Graukeil besteht meist aus einem Stueck Planfilm (bei mir ca. 12mm - 130mm gross). Den Graukeil auf das zu testende Papier belichten, dabei die Filterung in Schritten von max. Magenta (beim Jobo C6600 170M) bis 0 (ohne Filter) und wieder in Schritten bis max. Yellow.

Ich habe fuer mich und meine Tests 20er Schritte gewaehlt und daher Graukeile fuer die Werte 170M - 150M - 130M - 110M - 90M - 70M - 50M - 30M - 10M - 0 - 10Y - 30Y - 50Y - 70Y - 90Y - 110Y - 130Y - 150Y - 170Y erhalten.

Nach der Entwicklung des Papieres hat man n Grauskalen welche von reinschwarz bis reinweiss gehen. Ist dies nicht der Fall, so muss das ganze mit angepasster Belichtungszeit wiederholt werden. Hinweis: Dies gilt zumindest fuer alle Magenta-Werte, fuer die Yellow-Werte wird sich dies nicht einhalten lassen, da hier der Umfang sehr schnell sehr gross wird.

Analog hierzu kann das ganze auch mit den entsprechenden Multigradefiltern ausgefuehrt werden. Damit kann die zeitliche Konstanz und die Gradation der Filter ueberprueft werden.

Filterwert

170Y

150Y

130Y

110Y

90Y

70Y

50Y

30Y

10Y

0

10M

30M

50M

70M

90M

110M

130M

150M

170M

Min Wert

3

2

3

4

4

5

6

7

9

10

10

10

10

10

9

9

9

9

9

Max Wert

17

17

17

18

17

18

18

18

18

18

18

17

16

15

14

14

14

13

13

Delta Wert

14

15

14

14

13

13

12

11

9

8

8

7

6

5

5

5

5

4

4



Auswertung der Messwerte...
Zur Auswertung zaehlt man die Anzahl der Stufen welche zwischen der ersten nicht mehr ganz schwarzen und der letzten nicht mehr reinweissen Stufe liegen. Die Differenz (100x die Dichtedifferenz ) entspricht dem ISO-R Wert des Papiers bei dieser Filterung.

Y min, Y max, M max und M min sind die gerade noch ablesbaren Stufen. Daraus laesst sich jetzt mit dem Wissen, dass eine Stufe = 0,15 logD sind (auf meinem Graukeil), folgende Tabelle bilden:

Filterwert

170Y

150Y

130Y

110Y

90Y

70Y

50Y

30Y

10Y

0

10M

30M

50M

70M

90M

110M

130M

150M

170M

logD

2,10

2,25

2,10

2,10

1,95

1,95

1,80

1,65

1,35

1,20

1,05

1,05

0,90

0,75

0,75

0,75

0,75

0,60

0,60

IsoR

210

225

210

210

195

195

180

165

135

120

105

105

90

75

75

75

75

60

60



Zuordnung zu Gradationswerten...

Die Zuordnung zwischen Dichtewerten und Gradationsstufen scheint Definitionssache von Herstellern zu sein. Ich habe eine Zuordnungstabelle von von FEM Kunze verwendet (woher der die hat weiss ich nicht).

In der folgenden Tabelle habe ich zugleich die Auswertung meiner Beispielwerte aufgetragen:

Gradation

00

0

0,5

1,0

1,5

2,0

2,5

3,0

3,5

4,0

4,5

5,0

logD min

1,70

1,50

1,35

1,25

1,15

1,05

0,95

0,83

0,68

0,55

0,45

0,35

logD max

1,90

1,69

1,49

1,34

1,24

1,14

1,04

0,94

0,82

0,67

0,54

0,44

Filterwert

50Y (1,80)

30Y (1,65)

10Y (1,35)

(?) 5Y

0 (1,20)

30M (1,05)

(?) 40M

50M (0,90)

70M (0,75)

150M (0,60)

-

-


Bei der Laborarbeit kann man dann einen ersten Probestreifen mit Weisslicht machen, bis die Lichter richtig kommen, dann regelt man die Schatten mit der Gradation. Bei Gradationsaenderungen beruecksichtigt man den oben ermittelten Verlaengerungsfaktor.

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