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Thema: Lith-Prints
Die Faszination des Lith printens und meine ersten Schritte dabei.
Mein erster Lith-Print
Der Wunsch Lith-Prints zu machen entstand als ich bei einem "Laborpanscher"-
Kollegen gesehen habe wie schoen (Ich weiss, dass dies Sache des
persoenlichen Empfindens ist) diese Prints sein koennen.
Die starke Kontraststeigerung und die tiefen "Schwaerzen" haben mich sehr
beeindruckt.
Ich habe dann begonnen die Anleitungen der entsprechenden Lith-Entwickler
zu lesen, sowie die Anleitung von Thomas Wollstein auf
www.SchwarzWeissMagazin.de.
Auf Grund dieser Texte habe ich mich fuer den Maco LP-Lith Entwickler entschieden.
Dieser Entwickler versprach bei gutem Preis die gewuenschten Farbneigungen
(braun) zu haben. Beim Papier wollte ich, um nicht zwei Huerden auf
einmal nehmen zu muessen, kein Baryth sondern PE-Papier nehmen. Hier habe
ich mich deshalb aus Preisgruenden fuer das Classic Art Polywarmton
Papier, welches bei Impex erhaeltlich war, entschieden.
Beim Ansatz der Chemie habe ich nach den Tips von Thomas Wollstein dann
den Entwickler etwas staerker verduennt als in der Anleitung angegeben.
Bei Maco wird 1+6 empfohlen, um den Prozess fuer das erste mal etwas
langsamer zu gestalten und die Chemie fuer die Schalengroesse notwendige
Menge zu strecken habe ich mich fuer die Verduennung 1+9 entschieden. Ich
habe die Chemie wie auf ca. 20-22 Grad Celcius
eingestellt.
Jetzt konnte das "Fest" beginnen. :) Also das erste Blatt 24x30 in den
Rahmen gelegt und 120 Sekunden bei Blende 8 belichtet (Schneider Componon).
Bei normalem Entwickler habe ich Zeiten zwischen 20 und 30 Sekunden,
und da empfohlen wird die Zeit fuer Lith um 2 bis 4 Blenden zu erhoehen,
schien mir dies die richtige Zeit fuer den ersten Versuch zu sein.
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| Print 1: 120 sec. Blende 8 |
Print 2: 120 sec. Blende 11 |
Die Bildspurzeit war ueberaschend kurz mit weniger als 4 Minuten. Nach den
Beschreibungen und Anleitungen haette ich hier eine deutlich laengere
Zeit erwartet. Der erste Print hatte fuer meinen Geschmack noch zu wenig
Kontrast, deshalb habe ich, das Objektiv um eine Blende, auf Blende 11,
geschlossen. Jetzt ist auf dem Bild auch der Mond wieder zu sehen, und im
Bogen am unteren Bildrand kann man auf dem Print (leider nicht auf dem
Scan) sehr feine Abstufungen sehen.
Dabei ist dann aber eine andere Auffaelligkeit zu Tage getreten, der
Himmel, welcher auf dem Negativ eine homogene Flaeche ist, erhaellt eine
Struktur, deren Herkunft ich mir nicht erklaeren kann.
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Ausschnitt aus Print 1
(Klick auf das Bild vergroessert den Ausschnitt) |
Als naechstes habe ich mich dann an einem Negativ versucht, welches ich
wegen persoenlichen gefallens, schon des oefteren :-) geprintet habe. Um
den Kontrast noch etwas zu erhoehen habe ich das Bild mit Blende 11 und
einer Zeit von 90 Sekunden belichtet. Die Bildspurzeit fuer diesen Print
betrug jetzt schon mehr als 8 Minuten.
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Print ohne Filterung
(Papiergradation, 0C 0M 0Y) |
Print mit Filterung fuer Gradation 4
(0C 110M 30Y) |
Print 3: 90 sec. Blende 11 |
Die "normalen" Prints sind mit dem selben Papier,Objektiv und Vergroesser
entstanden. Als Papierentwickler habe ich Tetenal Eukobrom verwendet.
Dieser Entwickler erzeugt auf dem Classic Arts Papier einen fast neutralen
Bildton.
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| Print 4: 90 sec. Blende 11 |
Zum Schluss wollte ich mich noch an dem Negativ eines Eisbaeren
aus der Wilhelma (in Stuttgart) versuchen. Hier wurde der erste
Print durch den hohen Kontrast recht unansehlich, ausserdem habe
ich diesen (Print 5) etwas zu langsam, bzw. etwas zu spaet aus
dem Entwickler genommen. Dem zweiten Print habe ich deshalb wieder
etwas mehr Licht gegoennt. Und habe ihn deutlich frueher aus dem
Bad genommen, so dass das Fell leicht strukturiert blieb, aber
denoch ziemlich hell.
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| Print 5: 90 sec. Blende 11 |
Print 6: 120 sec. Blende 11 |
Fazit:
Lith-Prints sind super ... davon werde ich noch viele machen.
Lith-Prints machen benoetigt weder mehr Zeit-, noch mehr Material-
Aufwand als "normale" Prints.
Die Belichtung eines Lithprints ist wesentlich zeitunkritischer
als die eines "normalen" Prints.
Danke an Joost, der diesen Abend mit mir im dunkeln
gesessen ist, und der seine Erfahrungen eingebracht hat.
Das Material
Keine meiner Entscheidungen in Bezug auf das verwendete Material, war
Grundlegend falsch. Das Classic Arts Polywarmton Papier bekommt einen
braunen Farbton mit hang zum oliv. Die Entscheidung fuer PE hat die
Verarbeitung dank meines PE-Trockners deutlich vereinfacht. Die Ergebnisse
konnten schneller inspiziert werden.
Fuer einen Test habe ich auch einen "Schnipsel" Baryt Papier belichtet und
entwickelt. Hier muesste ich fuer die korrekte Verwendung jedoch zuerst
die Zeiten mit "normalem" Entwickler eintesten. Der erste Eindruck hier
war, dass das Baryt Papier (nach der Marke und dem Typ muss ich Joost
nochmal fragen) etwas weniger nach oliv tendiert.
Da der Farbton insgesamt bei der verwendeten Kombination doch eher bei
braun blieb bin ich zufrieden. Die bei Joost mit Moersch erzielten
Ergebnisse waren mit ihrem rot bis rosa Grundton etwas seltsam anmutend.
Die Ergebnisse
Hier nochmal ein Link zur
Galerie mit den "grossen" Bildern meiner ersten Lith-Session.
Texte und Quellen zum Thema
Hier nochmal der Hinweis auf den Text von Thomas Wollstein unter
www.schwarzweissmagazin.de.
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